Hier finden Sie regelmässig Berichte unserer Tätigkeiten.

Übung - Gesamtwehr 10.11.18

1 Übung
15 Monate Vorbereitungszeit
18 Feuerwehrfahrzeuge
1 Lösch und Rettungszug der SBB
150 Feuerwehr-Männer und Frauen im Einsatz

Dies waren die Eckdaten für die Abschlussübung unseres abtrettenden Kommandanten.

Anfang 2017 überlegten sich einige Offiziere was dem Kommandanten der FW Lotzwil-Rütschelen zum Abschluss seiner Amtszeit geboten werden konnte. Doch wieso überhaupt eine solche Übung?

27 Jahre Feuerwehr ist eine lange Zeit, alle Stufen in seiner Feuerwehrzeit konnte und durfte Urs durchlaufen. Die letzten sechs Jahre als Kommandant der FW Lotzwil-Rütschelen, was der Anlass dazu war eine solche Übung im Hintergrund zu organisieren.

Im Wissen das Urs ein eingefleischter „Bähnler“ ist, und selber regelmässig mit seiner Lok unterwegs ist, wussten alle das die Übung mit der Bahn einen Zusammenhang haben muss.

In Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Madiswil, Langenthal, dem SBB Lösch- und Rettungszug Bern sowie dem Bahnbetreiber die BLS, konnte in diversen Besprechungen ein Szenario ausgearbeitet werden.

Durch die grosse Anzahl an Personen die in die Übung involviert waren hiess die grosse Schwierigkeit alles hinter den Rücken vom noch amtenden Kommandanten zu organisieren, Gäste einzuladen und ein Übungsobjekt zu finden, ohne dass er etwas mitbekommt, was uns erstaunlicherweise gelungen ist.
Das Finden eines Objektes gestaltete sich als besonders schwierig, einerseits musste es sich in der Nähe eines Geleises befinden, sofern es in der Zwischenzeit nicht abgebaut wird (wie in Lotzwil), anderseits mussten bis zu 150 Angehörige der Feuerwehr eingesetzt werden können.

Durch das unkomplizierte Mitwirken aller Beteiligten wurden wir hinter dem Bahnhof Madiswil fündig.

Die eingesetzten Einheiten hatten verschiedenste Aufgaben die mit geografischen sowie taktischen Abschnitten angegangen worden sind zu lösen. Absuchen von Räumen, das Retten von Personen, die Ausbreitung vom Feuer zu verhindern, Wasser zu transportieren, dies sind nur einige Stichworte die von der Gesamteinsatzleitung befohlen wurden.

Bereits nach kurzer Einsatzzeit stellte sich heraus das sich die Rettungsachse als Problem darstellte, mussten doch 15- 20 Einsatzfahrzeuge über die schmale Strasse auf den Schadenplatz, was zu einer kleineren Verzögerung führte welche aber realistischer nicht sein konnte.

Zu Spitzenzeiten wurden knapp 8000l Wasser pro Minute über Hohlstrahlrohre, Wasserwerfer oder Hydroschilder abgegeben. Das Wasser welches entweder vom Hydrantennetz, von der Langeten oder vom LRZ kam, wurde grösstenteils wieder der Natur zugeführt.

Nach Beendigung der Einsatzübung konnte noch ein Abschlussfoto mit allen Beteiligen vor dem LRZ als Andenken gemacht werden, bevor die anwesenden Einsatzkräfte sowie die Gäste mit „warmen Hammen mit Härdöpfusalat und grüenem Salat“ verpflegt worden sind.

Die FW Lotzwil-Rütschelen dankt allen beteiligten Formationen und den anwesenden Gästen für das Mitwirken an der letzten grossen Übung von unserem abtrettenden Kommandanten Sollberger Urs.

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Übung - Holzergruppe 03.11.2018

Unser Sicherheitsverantwortlicher und der zuständige Bezirkförster konnte die komplette Holzergruppe direkt im Wald zur diesjährigen Übung begrüssen.

Der Bezirkförster zeigte den Anwesenden in einem kurzen theoretischen Teil mögliche Arten von Trennschnitten auf, die zugleich im Anschluss auch praktisch geübt werden konnten.
Von Anfang an war bei allen Beteiligten klar das ein überlegtes Vorgehen bei diesen Arbeiten zwingend ist. Besonders heikel sind diese Arbeiten bei Sturmholz wo die Feuerwehr ein
mögliches Freiräumen einer Strasse beauftragt wird.
Im Zweifelsfalle gilt es die Strasse gesperrt lassen bis die Speziallisten vor Ort sind um die Situation zu beurteilen.

Unter der Leitung vom Sicherheitsverantwortlichen wurde auf einem zweiten Posten ein mögliches Vorgehen bei einem "Unfall bei Holzerarbeiten" erarbeitet. Die Gruppe musste sich Gedanken machen
mit den eigenen vorhandenen Mittel unserer Feuerwehr mögliche Erstmassnahmen auszuführen. Das Vorhaben konnte auch gleich praktisch umgesetzt werden um zu überprüfen ob es das richtige
Vorgehen gewesen ist.
Es galt hier nicht die Arbeiten vom Sonderstützpunkt und dem Rettungsdienst zu übernehmen und auszubilden, viel mehr gings darum aufzuzeigen was können wir beitragen um Folgeschäden 
zu verhindern bis die Spezialisten vor Ort sind um die Person möglichst schonend zu bergen.

Als Abschluss der Übung konnte jeder der noch wollte einen Baum fällen und ihn Abasten wie ein richtiger Profi.